- Werbung - da ich euch in diesem Beitrag Produkte empfehle oder verlinke*

Unsere ersten Haustiere!

Bei uns gab es vor einigen Wochen eine echte Premiere! Und zwar unsere ersten Haustiere! Abgesehen von einer kleinen Schnecke, die sich im Sommer zufällig auf meinen Pullover verirrt hatte und die dann einige Tage bei uns im Fensterbrett-Salatbeet leben durfte, bevor wir sie wieder draußen in die Natur zurückbrachten, haben wir als Familie bisher keine Haustiere gehabt.

Kindheitserinnerungen werden wach

Beim Surfen im Internet für Geschenkideen zu Maditas Geburtstag stieß ich auf ein Anzucht-Set mit Urzeitkrebsen. Kindheitserinnerungen an YPS-Hefte und deren Gimmicks wurden bei mir wach (bei euch jetzt vielleicht auch??) und ich erinnerte mich, dass ich damals auch meine Freude an ihnen hatte.

Madita wünschte sich nämlich schon seit einiger Zeit ein Haustier und wir dachten die kleinen Krebschen könnten doch ein guter Einstieg in das Thema Haustiere sein! Und die Tatsache, dass es sich bei den Urzeitkrebsen um eine Tierart handelt, die schon seit rund 100 Millionen Jahren auf unserer Erde lebt, war ebenso passend! Madita interessiert sich schon seit Monaten für die Steinzeit und Dinosaurier.

Das Urzeitkrebse-Set

So bekam Madita also zum Geburtstag ein Set mit Urzeitkrebsen* zum selbst züchten. In dem Set enthalten sind:

  • Aufzuchtstation
  • Messbecher
  • Beobachtungsschale
  • Spatel
  • Pipette
  • Lupe
  • Tütchen Meersalz
  • Salzkrebschen-Eier
  • Salzkrebschen-Futter
Ein größeres Becken für die Krebse

Im Internet hatte ich schon gesehen, dass die Aufzuchtstation recht klein sein musste und außerdem oben offen. Nicht ganz optimal, wenn Michel auch bei dem Experiment mitmachen würde. Die Salzkrebschen sind nämlich recht empfindlich, was den ph-Wert des Wasser betrifft. Daher soll man möglichst nicht ständig mit den Händen in das Wasser fassen. Das ist etwas, das Michel mit seinen 2 Jahren noch nicht so gut nachvollziehen kann. An den Händen könnten nämlich Seifenreste sein, die den ph-Wert des Wassers verändern können und das wiederum vertragen die Tiere nicht gut.

Um den Krebsen auch deutlich mehr Bewegungsfreiraum zu geben und das Experiment für uns alle entspannt zu gestalten, kaufte ich daher noch ein extra Wasserbecken* dazu. Das Mini-Aquarium ist oben verschlossen, hat noch eine extra Klappe zum Füttern und umlaufend Luftschlitze.

Da die Tiere Wassertemperaturen über 25°C nicht gut vertragen, besorgte ich auch noch ein kleines Thermometer*. Dieses befestigten wir an der Innenseite des Aquariums. So haben wir die Temperatur immer gut im Blick.
Los geht’s! Das Ansetzen der Salzkrebse
  1. Als erstes lasen wir uns gemeinsam das dem Set beiliegende Info-Heft durch. Dann setzten wir das Wasser der Anleitung entsprechend an. Ich hatte im Internet gelesen, dass eine Mischung aus Leitungswasser und Mineralwasser gut für die Krebse sei, also mischten wir beides und kochten das Wasser ab. Da unser kleines Aquarium größer als das Anzuchtbecken der Packung ist, nahmen wir auch entsprechend mehr Wasser. Dann wartet man, bis das Wasser abgekühlt ist.
  2. Als nächstes wird dem Wasser Meersalz beigefügt. Hier nahmen wir das Salz-Tütchen aus dem Set und noch Meersalz aus unserem Küchenschrank dazu. Die größere Menge an Wasser erforderte natürlich auch eine größere Menge an Salz.
  3. Nachdem Madita das vorbereitete Wasser in das Aquarium geschüttet hatte, gab sie auch die Salzkrebs-Eier hinzu. Hier hielten wir uns an die Anleitung und nahmen 4 Spatel aus dem beigefügten Tütchen.
  4. Dann galt es noch einen geeigneten Standort für unser Aquarium zu finden. Die Krebse sollen an einem ruhigen Platz, der gleichmäßig warm ist und Tageslicht erhält, stehen. Direktes Sonnenlicht vertragen sie allerdings nicht gut und im Info-Heft wird das Nordfenster als guter Standort empfohlen. Unser Küchenfenster stellte der Beschreibung nach den perfekten Standort dar und Madita war auch einverstanden, dass ihre Krebse hier ihren Platz haben sollten.
Abwarten

Dann hieß es erst einmal Abwarten. Immer wieder schauten wir alle nach, ob sich schon etwas im Wasser regte. Im Internet hatte ich auch gelesen, dass die Anzucht der Krebse nicht immer klappte. Aber tatsächlich, nach einigen Tagen regte sich etwas im Aquarium! Immer mehr kleine Punkte konnte man erkennen, die zuckend durch das Wasser schwammen 🙂

Frischer Luftsauerstoff für die Krebse

Jetzt, wo die Salzkrebse geschlüpft waren, begann auch die Pflege der Tiere. Ein wichtiger Bestandteil der Pflege liegt darin, sie täglich mit frischem Luftsauerstoff zu versorgen. Dafür öffne ich oben die Klappe des Aquariums. Morgens und abends oder auch zwischendurch, wenn die Kinder Lust dazu haben, pumpen sie dann mit einer Pipette* Luft in das Wasser. Oder sie rühren es mit der Pipette leicht um, auch so gelangt Luftsauerstoff in das Wasser hinein. Wir benutzen dafür unsere eigene Pipette, da die in der Packung enthaltene recht klein ist. Unsere dagegen eignet sich super auch schon für kleine Kinderhände.

Zum Licht schwimmen

Ein kleines Experiment, dass man machen kann, ist eine Lichtquelle wie eine Taschenlampe einige Zeit lang an einen Punkt des Aquariums zu halten. Nach kurzer Zeit versammeln sich dann zahlreiche Tiere in dem hellen Bereich. So konnten wir lernen, dass auch die Larven schon Licht wahrnehmen. Sie wandern zum Licht, da dort die Wahrscheinlichkeit Algen zu finden auch sehr hoch ist. Von Algen ernähren sich die Salzkrebse nämlich.

Mit der Lupe näher ansehen

Dem Set liegt auch eine kleine Petri-Schale bei. Mit der Pipette kann man eine Larve oder einen ausgewachsenen Krebs dort gut näher ansehen. Dafür benutzten wir unsere Leucht-Lupe*. Danach setzten wir den Krebs wieder unbeschadet ins Becken zu den anderen Tieren zurück.

Die Fütterung der Salzkrebse

In den ersten Tagen nachdem die Salzkrebs-Larven geschlüpft sind, sollen sie noch nicht gefüttert werden. In ihren Körpern befinden sich Nährstoffe, von denen sie sich zunächst ernähren. Nach 3 Tagen aber gibt es die erste Fütterung. Dem Set liegt ein Tütchen mit Salzkrebs-Futter bei. Daraus wird eine linsengroße Menge mit dem Spatel in das Wasser gegeben. Die Fütterung wiederholt man danach alle 2 Wochen. Die Fütterung übernehmen natürlich die Kinder, die sich darauf immer sehr freuen 🙂

Praktisch: Eintragen der Fütterungstermine im Kalender

Die Termine für die Fütterung der Salzkrebse haben wir uns auf unserem selbstgemachten Kalender am Kühlschrank mit 2 blauen Magneten in der Monatstafel markiert. Hier können die Kinder auch schon immer sehen, dass demnächst wieder eine Fütterung ansteht 🙂

Die Aquarienpflege

Damit sich die Salzkrebse wohl fühlen, muss auch das Aquarium regelmäßig gepflegt werden. Ablagerungen am Boden sollten mit der Pipette aufgesaugt werden. Diesen Schritt übernehme bis jetzt ich.

Mit der Zeit sinkt der Wasserstand im Aquarium, da das Wasser verdunstet. Das Wasser sollte man daher regelmäßig wieder auffüllen. Dies ist eine schöne Aufgabe für die Minis. Zunächst koche ich wieder Wasser ab und lasse es abkühlen. Dann wiegen wir gemeinsam das benötigte Meersalz ab und geben es in das abgekühlte Wasser hinein. Das Wasser mit dem Salz darin rühren die Kinder dann solange um, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Anschließend geben sie das frische Wasser in das Salzkrebs-Becken hinein.

Die Salzkrebse werden erwachsen

Spannend für die Minis und uns alle war es zu beobachten, wie sich die Krebse nach und nach äußerlich verändern. Nachdem die kleinen Baby-Krebschen geschlüpft waren lasen wir noch einmal nach, was es mit ihnen genau auf sich hat. Denn die sogenannten Nauplius-Larven sehen ganz anders aus, als die Urzeitkrebse vorne auf der Packung des Sets. Sie sind tropfenförmig und haben viele Auswüchse seitlich am Körper und vorne am Kopf haben sie nur ein einziges rotes Auge! Die Erwachsenen Tiere dagegen haben einen länglichen Körper und vorne am Kopf kann man deutlich 2 Augen erkennen. Außerdem haben sie wahnsinnig viele Schwimmbeine. Sind sind flinke Schwimmer und es war sehr interessant mit den Kindern zu besprechen, dass die Krebse ihre Beine nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum Atmen verwenden! Durch die ständige Bewegung im Wasser filtern die Tiere mit ihren Beinen, genauso wie Fische mit ihrem Kiemen, Sauerstoff aus dem Wasser heraus. Zusätzlich nutzen sie ihre Beine, um damit Nahrung zum Mund zu transportieren.

Wie bei Schmetterlingen und Fröschen

Die Umwandlung der Jungtiere zu den erwachsenen Tieren eröffnete nochmal ein ganz eigenes Thema und zwar das der Metamorphose. Bei Urzeitkrebsen ist es nämlich so ähnlich wie bei Fröschen und Schmetterlingen. Die Jugendform sieht komplett anders aus als die Erwachsenenform. Dieses Thema griffen wir mit einigen passenden Büchern auf:

  • Der Schmetterling*: Meyers Kinderbibliothek von Claude Delafausse und Heliadore aus dem Verlag Fischers Meyer Kinderbuch
  • Der Frosch*. Meyers Kinderbibliothek von Daniel Moignot aus dem Verlag Fischers Meyer Kinderbuch
  • Wo ist Mami?* von Axel Scheffler und Julia Donaldson aus dem Beltz & Gelberg Verlag

Das Buch Wo ist Mami war zufällig zeitgleich das aktuelle Lieblingsbuch von Michel. In dem Buch sucht ein kleiner Affe seine Mama und ein Schmetterling hilft ihm bei der Suche nach ihr. Dabei stellen die beiden im Laufe des Buches fest, dass die Jungen des Schmetterlings ganz anders aussehen, als der Schmetterling hinterher, weshalb sich ihre Suche auch als so holprig erwies 🙂

Der lebenszyklus des Frosches

Passend zum Thema Metamorphose stellte ich auch ein kleines Tablett* mit Figuren des Lebenszyklus des Frosches* auf unsere Fensterbank. Wir haben mittlerweile einige Sets dieser Lebenszyklen, da ich sie für Kinder unheimlich schön finde! Durch die Figuren lässt sich Gelesenes nämlich auch richtig gut begreifbar machen 🙂

Die Salzkrebse fühlen sich pudelwohl bei uns

Jetzt, nach einigen Wochen in denen wir die Salzkrebse haben, beginnen sie sich sogar zu paaren. Das kann man gut beobachten, da Männchen und Weibchen dann oft tagelang aneinander hängen! Bei guten Lebensbedingungen sind die Tiere übrigens lebendgebährend, oder sie bilden Dauereier, die man bei uns auch oben am Beckenrand schwimmen sehen kann. Einige Wochen können die Erwachsenen Tiere leben und es kommen bis jetzt auch immer wieder kleine Larven nach, so dass ich hoffe, dass wir noch über einen langen Zeitraum unsere Freude an den Tieren haben werden 🙂

Guter Einstieg in das Thema Haustiere

Der Pflegeaufwand ist mit einer Fütterungshäufigkeit von nur zwei Mal im Monat ja wirklich sehr gering. Und auch das Wasser muss bei uns in etwa diesem Rhythmus aufgefrischt werden. Meist machen wir das dann gleich alles zusammen. Obwohl sehr klein, sind es dennoch Lebewesen, um die wir uns gemeinsam kümmern müssen. Täglich sorgen wir für ausreichend Sauerstoff im Wasser, achten auf die richtige Wassertemperatur und die Kinder schauen regelmäßg auf den Kalender, wann der nächste Rundum-Pflegetermin inklusive Fütterung ansteht. So lernen sie schon jetzt, dass man sich um die Salzkrebse kümmern muss, damit sie leben und sich bei uns weiterhin wohl fühlen. Für uns sind die Tiere daher ein schöner Einstieg in das Thema Haustiere. Schön für uns Eltern, da der Pflegeaufwand insgesamt so niedrig ist und nicht alles nur an uns Erwachsenen hängen bleibt, schön aber vor allem, weil die Kinder auch schon so jung lernen, dass man für sein Haustier Verantwortung übernehmen muss. Die Salzkrebse sind aber auch wirklich sehr schön zu beobachten, wie sie so elegant und Looping-drehend durchs Wasser gleiten!

Wer also noch keine Haustiere hat, aber auch kleine Kinder, die unbedingt welche haben wollen, der probiert vielleicht auch einmal die Zucht von Urzeitkrebsen aus! 🙂

Alles Liebe,

eure Lena

Newsletter – Wann gibt’s was Neues?

[mailpoet_form id=“2″]

Diesen Beitrag bei Pinterest merken!

Dafür einfach den Pin it-Button in der Social-Media-Leiste unter dem Bild klicken 🙂